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Ameisen im Garten


Es wird viel darüber diskutiert, ob Ameisen nützlich oder schädlich sind. Als Allesfresser beseitigen sie im Garten beispielsweise tote Tiere und abgestorbene Pflanzenteile und sind somit durchaus nützlich. Andererseits pflegen sie Blattläuse, deren Honigtau-Ausscheidungen für Ameisen ein unwiderstehliches Nahrungsmittel ist. Da sie die natürlichen Feinde der Blattläuse aggressiv von den Blattlauskolonien vertreiben und sich dadurch diese Kolonien stark vergrößern können, muss man zeitweilig mit geeigneten Mitteln eingreifen.

Wir unterscheiden im Garten zwischen den größeren Schwarzen Wegameisen und den Gelben Weg- oder Wiesenameisen. Die Schwarzen Wegameisen legen ihre Nester besonders gerne unter Weg- oder Terrassenplatten an, die in Sand verlegt wurden. Durch die unterirdischen Aushöhlungen werden die Platten wackelig und uneben. Auf der Suche nach Nahrung stoßen sie manchmal sogar bis in die Wohnräume, insbesondere in die Küche vor. Auch auf Bäumen sind sie zu finden, wenn sich dort Blattlauskolonien angesiedelt haben. Die zwei bis vier Millimeter große Gelbe Wiesenameise legt unterirdische Bauten in Wiesen und auf Rasenflächen an, die an der Bodenoberfläche durch maulwurfsartige Erdhügel zu erkennen sind. Diese sind teilweise von Gräsern und Kräutern durchwachsen. Die Gelbe Wegameise ernährt sich hauptsächlich vom Honigtau der Wurzelläuse.

Um die Ameisen von den Blattlauskolonien fernzuhalten, sollte man die Baumstämme kurzzeitig mit Leimringen versehen, die die Wanderung der Insekten aufhalten. Die Vorliebe für „Süßigkeiten“ kann man bei der Bekämpfung einkalkulieren. Stellt man in die Nähe der Bauten Gläser mit Honigresten, Zuckersirup oder Marmelade auf, kann man damit die Ameisen abfangen. Wenn die abgeköderten Tiere auf dem Kompost ausgesetzt werden, können sie dort bei der Kompostbereitung sehr behilflich sein.

Um die Ameisen zu vertreiben, kann man auch Wermutjauche in die Bauten gießen (300 Gramm frisches oder 30 Gramm getrocknetes Kraut in zehn Liter Wasser etwa 14 Tage vergären lassen). Außerdem mögen Ameisen den Geruch von Aromapflanzen nicht, wie sie mediterrane Kräuter (zum Beispiel Lavendel, Thymian, Majoran) ausströmen. Man sollte beispielsweise diese Kräuter im Garten auspflanzen oder auch Pflanzenteile auslegen, um die Ameisen zu vertreiben. Zur Abwehr kann man auch Algenkalk und Kaffeesatz auf die Ameisenstraßen streuen.

Es wird davon berichtet, dass sich die Ameisen durch Kupferblech vertreiben lassen. Dazu wurde ein Stück Kupferblech in den Bau gesteckt, und schon nach kurzer Zeit waren die Ameisen anscheinend verschwunden. Überall dort, wo sich die Tiere niederlassen wollen, muss man das Blech für einen Tag in die Erde stecken. Im Handel sind verschiedenste Fertigpräparate erhältlich, die die Tiere entweder durch Lockstoffe ködern oder durch Abwehrstoffe vertreiben.

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Schwarze Rhododendronknospen


Häufig sind die Knospen der Rhododendren schwarz, abgestorben und blühen deshalb nicht mehr auf. Ursache dafür ist die sogenannte Rhododendron-Knospenbräune, eine pilzliche Erkrankung.

Gleichzeitig beobachtet man im Sommer an den Rhododendren kleine Zikaden. Das Auftreten von Zikaden an Rhododendren ist insofern problematisch, da diese Tiere die Knospenbräune übertragen. Die Übertragung der Pilzkrankheit erfolgt bei der Eiablage. Dazu stechen die Tiere die jungen Knospen an und legen dort ihre Eier ab. Dabei gelangt der Krankheitserreger in die Knospen.

Erwachsene Zikaden sind länglich und haben orangefarbene Striche auf den metallisch grünen Flügeln. Sie leben blattunterseits und richten dort wenig Schaden an.

Ab Juni kann man die erwachsenen Tiere gut mit Gelbtafeln fangen, die im Handel erhältlich sind. Eine große Tafel reicht für 10 bis 20 Quadratmeter. Die Tiere springen auf, sobald die Pflanze bewegt wird und kleben an der Gelbtafel fest. In der Regel reicht diese Art der Bekämpfung aus. Bei extrem starken Befall kann man ab Mitte August bis September (vor der Eiablage) mit einem nützlingsschonenden Präparat spritzen.

Befallene, schwarzgefärbte Knospen müssen in jedem Fall ausgebrochen und vernichtet werden (nicht auf den Kompost werfen!). Erfahrungsgemäß sind gut gepflegte Pflanzen weniger anfällig für die Knospenbräune.

Zur richtigen Pflege gehört auch das Wässern im Winter, wenn es nicht friert, denn durch die Verdunstung über die Blätter - gerade an windigen und sonnigen Wintertagen - verlieren immergrüne Pflanzen viel Wasser, das sie unter Umständen nicht aus dem Bodenvorrat nachziehen können.

Faule Geranien


Bei längeren Regenperioden entfällt im Garten und bei Balkon- bzw. Kübelpflanzen zwar das Gießen, aber Dauerregen kann auch negative Auswirkungen haben. Beet- und Balkonpflanzen mit sehr großen und gefüllten Blüten, wie zum Beispiel Geranien-Sorten, ändern plötzlich ihr Erscheinungsbild. Die Blüten kleben aneinander, fallen in sich zusammen und werden schließlich von einem grauen Schimmel überzogen.

An den Stellen auf den Pflanzen, an denen Blütenblätter herabgerieselt sind, entstehen braune Flecken, die dann innerhalb kurzer Zeit faul und matschig werden. Ursache ist die Pilzkrankheit Grauschimmel (Botrytis). Sie lässt sich im fortgeschrittenen Stadium leicht am mausgrauen, stäubendem Pilzbelag erkennen.

Unter den Befallsstellen, die an allen Pflanzenteilen entstehen können, ist das Gewebe zunächst braun und faul, später matschig und mit Pilzsporen besetzt. Der Pilz gedeiht in einem weiten Temperaturbereich und benötigt für seine rasche Ausbreitung hohe Luftfeuchtigkeit, Tau oder mehrtägigen Regen im Sommer. Eine chemische Bekämpfung ist nicht erforderlich. Mit einfachen Pflegetipps lässt sich der Pilzbefall verringern beziehungsweise vermeiden. Verblühte oder befallene Blüten und Blütenblätter müssen entfernt werden.

Bei Geranien schneidet man die verblühten Blütenstände regelmäßig am Stielgrund ab. Das Abknipsen nur der Blütenstände lässt den Blütenstiel als Befallsherd zurück. Auf den Blättern liegende, herabgerieselte Blütenblätter ebenfalls entfernen.

Ganz wichtig: Die Pflanzen nicht überdüngen, weil damit das Pflanzengewebe weich, mastig und somit anfällig für die Pilzkrankheit wird.

Plötzlich welkt die Clematis


Von einem Tag auf den anderen werden die Blätter und Blütenknospen der Clematis welk, die ganze Pflanze hängt herunter, und in den nächsten Tagen färben sich Triebe, Blätter und Knospen langsam dunkelbraun. Mit großer Wahrscheinlichkeit ist hier die Clematis-Welke aufgetreten. Sie wird von Pilzen verursacht, wobei bis heute nicht völlig geklärt ist, um welche Pilze es sich genau handelt. Aus diesem Grund konnte bisher auch noch kein Pflanzenschutzmittel gegen die Clematis-Welke zugelassen werden.

Die Krankheit befällt insbesondere großblütige Sorten (Hybriden), aber es wird auch von Fällen berichtet, bei denen kleinblütige Wildarten erkrankten. Die Krankheit kann in jedem Wachstumsstadium auftreten, häufig befällt sie jedoch die Pflanzen kurz vor dem Aufblühen der Knospen.

Da man die Krankheit weder mit biologischen noch mit chemischen Mitteln bekämpfen kann, bleibt nur der radikale Rückschnitt der gesamten Pflanzen. Die abgeschnittenen Pflanzenteile sollten keinesfalls auf den eigenen Kompost gegeben werden, weil die Pilzsporen nur bei einer ordnungsgemäßen Heißkompostierung wirklich unschädlich gemacht werden können. Wenn man Glück hat, treiben die Pflanzen nach dem Radikalschnitt gesund wieder aus, was jedoch sehr lange dauern kann.

Sind die Pflanzen sehr stark geschädigt, sollte man sie ganz entfernen. Sicherheitshalber sollte man an die Stelle der entfernten Pflanze in den nächsten Jahren keine neue Clematis pflanzen, sondern lieber zunächst andere Kletterpflanzen auswählen.

Geeignet sind zahlreiche einjährige Kletterpflanzen für die Sommerbegrünung wie etwa Schwarzäugige Susanne (Thunbergia alata), Glockenrebe (Cobaea scandens), Feuerbohne (Phaseolus coccineus), Kapuzinerkresse (Tropaeolum), Zierkürbis (Cucurbita pepo var. ovifera), Prunkwinde (Ipomoea tricolor) oder auch mehrjährige Kletterpflanzen wie die Pfeifenwinde (Aristolochia macrophylla), Geißblatt (Lonicera) und Winterjasmin (Jasminum nudiflorum).

Grüne Wände


Die Angst vor Fassadenbegrünung ist unbegründet, wenn Fassade und evtl. vorhandener Anstrich in Ordnung sind. Ganz im Gegenteil: Bei richtiger Pflanzenauswahl wird die Hauswand vor Witterungseinflüssen geschützt, im Sommer gekühlt und im Winter gewärmt.

Der Hauptgrund für eine Fassadenbegrünung ist aber nach wie vor die optische Wirkung. Dabei sollte man schon genau hinsehen, denn mache schöne alte Fassade ist im Laufe der Jahre vollständig hinter Wildem Wein verschwunden. Eigentlich schade, hätte man doch mit Pflanzen, die an einem Gerüst gezogen werden, grüne Akzente an der Fassade setzen können.

Grundsätzlich kann natürlich jede intakte Fassade mit Pflanzen begrünt werden. Defektes Mauerwerk oder bröckelnder Putz müssen vor der Begrünungsmaßnahme in Ordnung gebracht werden. Danach bieten die Kletterpflanzen der Fassade Schutz.

Untersuchungen haben gezeigt, dass der Putz unter einer Pflanzendecke 60 bis 70 Jahre unbeschädigt blieb, während der unbegrünter Häuser in gleicher Lage in dieser Zeit mehrfach ausgebessert werden musste.

Daneben helfen Kletterpflanzen beim Energiesparen. Durch ein stehendes Luftpolster zwischen Außenwand und Pflanzen wird ein zu schneller Luftaustausch vor der Fassade verhindert. Gleichzeitig wird die Außenwand vor Regen geschützt, so dass keine Verdunstungskälte auftreten kann. Dagegen schützt die Bepflanzung im Sommer die Wände vor einer allzu starken Wärmeaufladung.


Um die optimale Wirkung der Begrünung zu erreichen, muss je nach Himmelsrichtung die entsprechende Pflanzenauswahl getroffen werden:

Südseite:
Sommergrüne Pflanzen mit Klettergerüst (zum Beispiel Pfeiffenwinde (Aristolochia macrophylla), Weinrebe (Vitis vinifera), Glyzinie (Wisteria floribunda). So wird im Sommer zu große Erwärmung der Wand verhindert, im Winter kann sich die Wand dagegen durch Sonnenbestrahlung aufwärmen.

Westseite/Nordseite:
Immergrüner Bewuchs auf Rankgegrüsten, damit ein dämmendes Luftpolster zwischen Wand und Bewuchs entsteht: Efeu (Heders helix), Echter Jasmin (Jasminum nudiflorum).

Ostseite:
Falls die Wand regelmäßig von der Morgensonne beschienen wird, wie eine Südwand bepflanzen, ansonsten wie eine West-/Nordwand.


Kletterhilfe ja oder nein?
Die meisten Kletterpflanzen benötigen eine Kletterhilfe. Ein Gerüst aus Dachlatten mit einem Abstand senkrecht und waagerecht von 40 Zentimetern, einen Drahtverspannung, eine Baustahlmatte (durch Anstrich gegen Korrosion schützen!) oder andere, im Fachhandel erhältliche Kletterhilfen werden mit einem Abstand zur Wand von ca. zehn Zentimetern angebracht. Damit die Pflanzen nicht in Dachrinnen oder Dächer einwachsen, darf das Gerüst nicht ganz hinauf reichen.

Kletterpflanzen, die Haftscheiben oder Haftwurzeln ausbilden, benötigen keine Kletterhilfen. Zu diesen Pflanzen gehören Efeu (Hedera helix), Wilder Wein (Parthenocissus quinquefolia), Kletterhortensie (Hydrangea petiolaris) und andere. Bei diesen Pflanzen muss man besonders darauf achten, dass sie nicht in den Dachbereich wachsen. Schnell haben sie eine Dachrinne überwuchert und verhindern, dass Regenwasser vom Dach ablaufen kann.

Pflanzenauswahl und Pflanzung
Für die Fassadenbegrünung stehen zahlreiche Kletterpflanzen zur Verfügung. Einige sind oben bereits aufgeführt. Wer von seiner Fassade ernten möchte, kann Weinreben, Äpfel, Birnen, Pfirsiche, Kiwis etc. an die Hauswand setzten. Spalierobst fordert allerdings das ganze Geschick des Gärtners. Rosenliebhaber finden eine große Auswahl an Kletterrosen. Für kleine Flächen, aber auch zur Begrünung von Zäunen eignen sich einjährige Kletterpflanzen, die leicht an vorgezogen oder direkt an Ort und Stelle ausgesät werden können. Kletterpflanzen brauchen in der Regel keine große Pflanzstelle. Wichtig ist jedoch die Qualität der Pflanzerde und ausreichend Wasser zum Anwachsen.

Schnecken und andere nachtaktive Schädlinge jagen


Zahlreiche Schädlinge lassen sich am besten bei Nacht (zwischen 23.00 und 1.00 Uhr) aufspüren und vernichten. Schnecken und viele Raupen und Käfer werden erst aktiv, wenn die Sonne untergegangen ist und die Temperaturen absinken. Mit einer Taschenlampe bewaffnet lassen sich die Schädlinge rasch aufspüren, absammeln und vernichten.

Viele Fraßschäden an Kulturpflanzen entstehen durch sogenannte Erd- oder Eulenraupen, die sich tagsüber im Boden verstecken. Von dort wandern sie oft meterweit (zum Beispiel aufwärts an einer Kletterpflanze) zu ihren Futterplätzen. Die Raupen findet man in unterschiedlichen Größen und Farben. Aus ihnen entstehen bräunlich unscheinbare Eulenfalter, die bevorzugt abends und nachts fliegen. Werden die Raupen aufgesammelt, lassen sich Pflanzenschäden weitgehend verhindern und die Entwicklung des Schädlings zum Schmetterling wird unterbrochen.

Gegenspieler vieler Raupen sind die Larven der Schlupfwespen. Damit sich die erwachsenen Tiere im Garten wohlfühlen und sich kräftig vermehren, muss man ihnen die richtige Nahrung anbieten. Blühende Doldengewächse wie Fenchel, Kümmel, Dill und Kerbel werden von Schlupfwespen gerne angenommen.

Bei der nächtlichen Gartenexpedition kann man auch den Käfer des Gefurchten Dickmaulrüsslers (zwei Zentimeter großer, schlanker Rüsselkäfer mit in Streifen punktiertem Rücken) finden. Er frisst buchtenartige Löcher am Blattrand vieler Pflanzenarten wie Rhododendren, Kirschlorbeer, Stauden, Himbeeren, Erdbeeren, Kübelpflanzen etc.

Gefährlicher als die erwachsenen Käfer sind allerdings die Larven für die Pflanzen. Sie leben im Boden und fressen an den Pflanzenwurzeln. Durch sorgsames Absammeln und Vernichten der Käfer wird die Eiablage verhindert, so dass sich der Wurzelfraß durch die Larven in Grenzen hält.

Ist jedoch der Befall durch Larven schon sehr stark fortgeschritten, kann man mit speziellen Nematoden (Heterorhapdits sp.) erfolgreich dagegen vorgehen. Die Nematoden werden mittels eines Gutscheines (Gartenfachhandel) bestellt und nach wenigen Tagen geliefert. Man rührt sie in Wasser ein und bringt sie direkt an den befallenen Pflanzen aus. Wichtige Voraussetzung für den Erfolg: die Bodentemperatur muss mindesten 12 Grad Celsius betragen und der Boden muss gleichmäßig feucht sein.

Eine besondere Plage im Garten sind Schnecken. Schon am Tag deuten Schleimspuren auf Schneckenbefall hin. Wir unterscheiden zwei Gruppen von Schnecken. Solche die standorttreu sind, d.h. sie leben dauerhaft im Boden und zwar meist dort, wo sie reichlich Nahrung finden.

Schwieriger ist dagegen die Bekämpfung der Wegeschnecken, die in unsere Gärten zuwandern. Wichtig ist hier, die Zuwanderungswege möglichst trocken zu halten. Abends beregnete Rasenflächen sind zum Beispiel ideal vorbereitete Wege für die Schnecken, um die Gemüse- und Zierpflanzen in den Beeten zu erreichen. Deshalb sollte grundsätzlich in den frühen Morgenstunden beregnet werden. Nach Möglichkeit alle Kulturpflanzen gezielt einzeln wässern, damit die weite Umgebung trocken und damit für Schnecken schwer zu überwinden bleibt.

Der Einsatz von Schneckenzäunen ist durchaus sinnvoll. Empfehlenswert sind die relativ neu entwickelten Elektroschneckenzäune, die mit einer neun Volt Batterie betrieben werden. Sie schrecken die Schnecken ab, ohne sie zu töten. Allerdings werden die Schnecken innerhalb des Zaunes daran gehindert, das Beet zu verlassen. So muß man zusätzlich die Tiere im Beet mit Ködermitteln (frische Blätter, Katzen- und Hundetrockenfutter, Bier oder, wenn nicht anders möglich, mit wenig Schneckenkorn) in Fallen locken und entfernen.

Am besten funktioniert die Methode „Einzäunen und Ködern“ übrigens im zeitigen Frühjahr, wenn die Beete noch nicht bestellt sind. Neu auf dem Mark ist das schneckenabweisende Mulchmaterial „Terrafit“. Es besteht aus Stroh, Holzhächsel und Stärke und lässt sich sowohl im Nutzgarten, als auch im Ziergarten verwenden. Man bringt es ein bis zwei Zentimeter dick aus, drückt es fest und gießt anschließend an. Durch das Mulchen wird zusätzlich das Wachstum von Samenunkräutern unterdrückt und die Bodenstruktur vor Witterungseinflüssen geschützt.

 

Kübelpflanzen – fit für den Sommer

Allmählich rückt auch in raueren Lagen der Zeitpunkt näher, an dem die Kübelpflanzen wieder ins Freie gestellt werden können – ohne die Gefahr von Frostschäden. Auf keinen Fall aber nun abrupt in die pralle Sonne stellen, denn auch die sonnenhungrigsten Vertreter könnten einen Sonnenbrand erleiden. Besser an einem bedeckten Tag herausstellen oder zunächst in den Schatten, wo die Blätter allerdings den „Himmel sehen“ können sollten. So gelingt die Anpassung an die stärkere UV-Bestrahlung.

Nur wenige Kübelpflanzen müssen jährlich umgetopft werden. Dazu zählen junge, noch in der Entwicklung befindliche Pflanzen und die mit einem hohen Nährstoffgehalt, etwa Engelstrompete und Wandelröschen. Die meisten anderen werden nur alle zwei bis drei Jahre umgetopft. Dann aber nur beste Kübelpflanzenerde verwenden, die sehr strukturstabil ist. Keine Blumenerde oder Torfkultursubstrate (TKS). Wobei der Wasserhaushalt noch mit etwas gedämpfter Lehmerde und scharfem Sand verbessert werden kann. Die Luftkapazität lässt sich mit Blähton und Perlite (Baumarkt) verbessern. Dann noch mit Langzeitdünger versetzt, ist für Nahrung über die ganze Saison gesorgt. Alternative zum Umtopfen: jährlich die obersten 5 bis 10 Zentimeter der alten Erde mitsamt Wurzeln entfernen. Je schwieriger dies ist (wegen der starken Durchwurzelung), desto dringender ist Umtopfen geboten. Fehlendes wird mit frischer Kübelpflanzenerde, wieder mit Langzeitdünger vermischt, aufgefüllt.

 

Kopf ab für Blumen


Geranien und andere Balkonkastenpflanzen, Wicken, Dahlien, Rosen und viele Stauden setzen nach dem Verblühen Samen an. Die Samenentwicklung als eine Art der Vermehrung verlangt von den Pflanzen eine besonders große Anstrengung zulasten der erneuten Blütenbildung. Wenn man aber die welken Blumen direkt nach dem Verblühen abschneidet, veranlasst man die Pflanzen dazu, neue Blüten zu bilden.

Bei vielen Sommerblumen und Stauden verhindert man durch den Schnitt gleichzeitig unerwünschtes Aussamen und eine Verbreitung im ganzen Garten. Erwünscht ist eine solche Verwilderung meist nur bei Frühjahrsblühern wie Winterling, Schneeglanz, Schneeglöckchen oder Scilla. Die Pflanzplätze dieser frühen Blüher muss man ganz ungestört lassen, damit sich die Jungpflanzen gut entwickeln können.

Bekannt ist, dass der Rittersporn ein zweites Mal blüht, wenn man ihn auf ca. zehn Zentimeter zurückschneidet. Dies gelingt jedoch nur, wenn er genügend feucht steht und ausreichend ernährt ist. In kühlen, nassen Sommern kann der zweite Blütenflor ganz ausbleiben.

Stauden und Einjahresblumen mit zierenden Fruchtständen und solche mit Früchten erleichtern im Winter bestimmten Vogelarten das Überleben. Diese Pflanzen schneidet man im Herbst nicht mehr zurück.

 

Jetzt ist Blumenzwiebelzeit

Wer jetzt Blumenzwiebeln pflanzt, erlebt im Frühjahr sein buntes Wunder. Nicht nur Tulpen und Narzissen müssen ab September (bis spätestens Frostbeginn) in den Boden. Zu den ausgefallenen, aber nicht minder dekorativen Frühjahrsblühern gehören Kibitzei (Frittilaria meleagris), Winterling (Eranthis hyemalis), Frühlingslichtblume (Colchicum bulbocodium), Schneestolz (Chinodoxa), Blumenlauch (Allium), Berganemone (Anemone blanda), Hundszahn (Erythronium), Zwiebeliris, Märzbecher (Leucojum vernum), Milchstern (Ornithogalum umbellatum), Puschkinie (Puschkinia scilloides), Blaustern (Scilla bifolia) und andere mehr. Da nicht alle Blumenzwiebeln zur gleichen Zeit blühen und auch die einzelnen Sorten unterschiedliche Blühtermine haben, kann man bei geschickter Auswahl einen Blütenflor vom Vorfrühling bis in den Frühsommer erreichen.

Lichte Gehölzränder, Staudenrabatten und Rosenbeete sind ideale Standorte für fast alle Blumenzwiebeln. Die schönsten Blüheffekte werden erzielt, wenn man mehrere Zwiebeln einer Art in Tuffs zusammenpflanzt.

Blumenzwiebeln lieben einen gut durchlässigen Boden. Unter Umständen muss er mit Sand vermischt werden. In schweren, zu Staunässe neigenden Böden können die Zwiebeln leicht verfaulen. Mitunter reicht es aber schon, erst 1 bis 2 Zentimeter dick Sand ins Pflanzloch zu streuen. Grundsätzlich sollten die Zwiebeln mit so viel Erde bedeckt sein, wie sie hoch sind. Das bedeutet für eine 6 Zentimeter hohe Narzissenzwiebel ein etwa 12 Zentimeter tiefes Pflanzloch. Praktisch sind spezielle Pflanzhilfen für Blumenzwiebeln, an denen außen eine Längenmarkierung angebracht ist. Der Aushub wird mit einem Griff wieder ins Pflanzloch zurückbefördert.

Schutz vor Mäusefraß bieten gitterartige Blumenzwiebelschalen, die in den Boden gesenkt werden. Vor allem Krokusse und Tulpen sind gefährdet, wohingegen Narzissen durch Giftstoffe geschützt sind. Die meisten Arten wünschen einen neutralen bis leicht sauren Boden. Notfalls einen milden Algenkalk bei der Pflanzung oberflächlich einarbeiten. Ebenso etwas Hornspäne als Stickstoff-Langzeitdünger. Über Winter ist eine leichte Schutzdecke aus Fichtenreisig und Laub angebracht, sofern starke Kahlfröste drohen. Im Frühjahr ein wenig reifen Kompost streuen, mehr Dünger ist nicht nötig. Sehr gut machen sich Blumenzwiebeln auch in Töpfen. Entweder werden sie zum Schutz vor starken Frösten im Boden versenkt oder an eine geschützte Stelle gestellt und mit Fichtenreisig geschützt. Sind die Zwiebeln lange genug der Winterkälte ausgesetzt gewesen – das dürfte so im Januar der Fall sein –, können die Töpfe ins Haus geholt und in einem kühlen Raum vorgetrieben werden.

Winterharte Blumenzwiebeln bleiben über Jahre im Boden. Um jedes Frühjahr einen schönen Blütenflor zu erleben, müssen die verblühten Blüten abgeschnitten werden. Das Laub lässt man am besten langsam abwelken, damit die Zwiebeln Energie für die nächste Blüte speichern können. Viele stört zwar das Laub – dennoch sollten die Blätter wenigsten sechs Wochen nach der Blüte nicht geschnitten werden. Während des Sommers müssen Blumenzwiebeln nicht besonders gepflegt werden. Am besten markiert man die Stellen, an denen sich die Zwiebeln befinden, um dort eine vorsichtige Bodenbearbeitung vornehmen zu können.

Containerware pflanzen


Die Pflanzzeit für Gehölze beginnt zwar erst ab circa Mitte Oktober, doch werden heute fast alle Pflanzen in so genannten Containern (Töpfen) angeboten, so dass jederzeit gepflanzt werden kann. Die Ware ist zwar meist etwas teurer, doch wachsen die Pflanzen in der Regel problemlos an, so dass sich der höhere Preis lohnt.

Allerdings sollte vor dem Kauf der Wurzelballen in Augenschein genommen werden, indem der Container vorsichtig abgezogen wird. Bei so genannter „überständiger Ware“ haben sich zahlreiche Drehwurzeln gebildet, die den Topfrand vollständig auskleiden. Diese Gehölze werden nur schlecht anwachsen und sich kaum Halt im Erdreich verschaffen können. Auch sind sie stärker vom Austrocknen bedroht. Also: entweder solche Exemplare stehen lassen oder vor dem Pflanzen die Wurzeln vorsichtig entwirren und dann ein wenig einkürzen, um deren Verzweigung anzuregen. Anschließend so ins Pflanzloch setzen, dass die Wurzeln ausgebreitet sind.

Im September können besonders gut immergrüne Laub- und Nadelgehölze gepflanzt werden. Wichtig ist dabei das Wässern der Pflanzen noch im Container. Auch nach der Pflanzung sowie bis zum Frostbeginn muss durchdringend gewässert werden. Wenn es nicht regnet, hat sich das Überbrausen der Pflanzen sehr bewährt.

Übrigens können auch Rosen im Container bezogen und jetzt gepflanzt werden. Wer Rosen lieber mit nackten Wurzeln pflanzt, sollte jetzt bereits die Bestellung aufgeben, damit rechtzeitig zum Oktober geliefert werden kann.

Rasenpflege

Der Rasen sollte wegen der Fäunisgefahr vom Laub befreit werden. Wenn Sie sich diese Arbeit erleichtern wollen, können Sie statt des Rechens auch zum Rasenmäher mit Fangkorb greifen. Mähen Sie einfach über die Blätter hinweg. Das Laub wird zerkleinert und mit Gras vermischt. Das hat den Vorteil, daß sich ein ausgewogenes Verhältnis von stickstoffarmen Laub und stickstoffreicherem Gras einstellt, was sich positiv auf die Rotte auswirkt. Sie können diese Mischung entweder als Mulchdecke auf einem freien Gartenbeet ausbringen oder kompostieren.

Achten Sie beim Kompostieren auch auf die Rottezeiten des Laubs. Zu den schnell verrottenden Laubarten gehören Ahorn, Buche, Haselnuß, Ulme, Linde, Weide und Esche. Dagegen zählen Eiche, Walnuß, Kastanie, Platanie und Pappel zu den langsam verrottenden Arten. Es hat sich bewährt, mehrere Laubarten mit gleicher Verrottungsdauer zu mischen. Drei bis fünf Kilogramm Horn- oder Blutmehl pro Kubikmeter Kompost beschleunigen die Zersetzung.

Da durch die feuchte Herbstwitterung das Laub auf den Kompost sehr schnell durchnäßt, ist es ratsam, den Laubkompost nach einigen Wochen umzusetzen. Das fördert die Durchlüftung und es werden wieder optimale Zersetzungsbedingungen geschaffen.

Ideale Pflanzzeit

Der ideale Pflanztermin entscheidet über den Erfolg einer Anpflanzung von winterharten Gartenblumen mit. Der folgende Text enthält Hinweise zum besten Zeitpunkt für die Pflanzarbeiten.

Als unsere Großeltern noch jung waren, wurden in den Staudengärtnereien im Frühjahr und Herbst große Pflanzen geteilt und als wurzelnackte Teilstücke verkauft. Da das nur im Frühjahr und Herbst den gewünschten Anwachserfolg bringt, konnten die Staudengärtner damals ihre Pflanzen auch nur zu diesen Zeitpunkten anbieten. So entwickelte sich die öffentliche Auffassung, daß die meisten Stauden nur im Frühjahr, manche auch noch im Herbst gepflanzt werden können.
In den 1970er Jahren hielt die Topfkultur Einzug in die Staudengärtnereien. Sie ist zwar wesentlich aufwendiger, aber es ist damit möglich geworden, von März bis Ende Oktober ohne Unterbrechung pflanzen zu können. Eine Pflanze mit einem festen Topfballen "merkt" das Einpflanzen gar nicht erst, wogegen ein oben beschriebenes Teilstück durch die Teilung die meisten Faserwurzeln verloren hat und diese neu entwickeln muß.

Stauden oder Gehölze, die im Topf angeboten werden, können also während der gesamten Gartensaison problemlos gepflanzt werden.

Wenn uns nach einem dunklen Winter die ersten warmen Sonnenstrahlen in den Garten locken, können wir es kaum erwarten, ein neues Beet anzulegen oder eine ältere Pflanzung umzugestalten. Wer es hier aber zu eilig hat, tut sich meist nichts Gutes.
Ende Februar/Anfang März steckt oft noch der Frost im Boden oder der ist so naß, daß die Erde am Spaten kleben bleibt. In solchen Fällen wartet man lieber noch ein Weilchen, bis der Boden abgetrocknet ist und sich erwärmt hat. Zwar sterben die winterharten Stauden mit Topfballen an der Kälte nicht, aber sie wachsen unter günstigeren Bedingungen schneller an und entwickeln sich besser. Auch ist die Pflanzarbeit im kalten Schlamm kaum ein Vergnügen.
Durch den Topfballen kann auch nach Ende Mai, den ganzen Sommer hindurch, gepflanzt werden. Dabei muß aber beachtet werden, daß eine Staude eine Woche bis 14 Tage braucht, um richtig einzuwurzeln. In dieser Zeit steht ihr nur der Wasservorrat des Topfballens zur Verfügung.
Wird also bei höheren Temperaturen gepflanzt, sollte sich der Ballen vor dem einpflanzen noch einmal so richtig vollsaugen können. Anschließend wird bei Trockenheit regelmäßig gegossen, bis die Pflanze sichtbar weiterwächst.
Der September ist wohl der beste Zeitpunkt, um im Herbst noch Stauden zu pflanzen. Schon deshalb, weil die Frühjahrsblüher, die als Vorfrühlingsboten dazwischen gesetzt werden, gleich mit in die Erde gebracht werden können. Aber auch eine Pflanzung bis Ende Oktober ist unproblematisch.
Spätere Anpflanzungen, etwa bis Mitte November sind in einigen Jahren auch möglich, wenn die Witterung noch mild ist. Es wird aber in den kommenden Wochen kontrolliert, ob der Frost, sofern vorhanden, den Wurzelballen nicht aus dem Boden gedrückt hat. In dem Falle muß er wieder fest eingepflanzt werden.

Frühjahrsputz im Garten

Wenn der Winter an eisiger Kraft verliert, locken uns die ersten Sonnenstrahlen in den Garten, manchmal schon im Februar. Gerade im Vorfrühling kann zuviel Eifer bei der Gartenarbeit schaden. Worauf bei der ersten Pflege im März/April zu achten ist, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Auf den richtigen Zeitpunkt kommt es an
Winterharte Gartenblumen treiben im Frühjahr nicht gleichzeitig aus. Einige Arten blühen schon Anfang März, andere beginnen erst im April mit dem Austrieb. So ist es für den Gartenfreund kaum möglich zu beurteilen, ob die eine oder andere Pflanze den Winter vielleicht nicht überstanden hat. Es werden nämlich sehr häufig völlig intakte Stauden kompostiert, nur weil Anfang März noch nichts Grünes zu sehen ist. Daher wird nicht zu früh mit der Bodenbearbeitung begonnen, am besten erst im April.
Ganz untätig müssen wir aber auch nicht sein. Es gibt eine ganze Reihe von Pflegearbeiten, die ab Anfang bzw. Mitte des ersten Frühlingsmonates unter Beachtung der Witterung durchgeführt werden können.

Rückschnitt, Teilung und Winterschutz
Werden die Tage und Nächte wärmer, kann der Winterschutz, der manchen Stauden gegeben werden muß, wieder fortgenommen werden. Damit kann man sich aber Zeit lassen, bis die Pflanzen auszutreiben beginnen. Wichtig ist es dabei, den Wetterbericht zu verfolgen. Wird es noch einmal so richtig frostig, wie beispielsweise im April 2003 (-9?C Nachttemperatur), dann muß das Laub oder das Reisig noch einmal herbeigeholt werden. Selbst sehr gut frostharte Stauden können bei strengen Nachtfrösten erfrieren, wenn sie schon ausgetrieben haben.
Die meisten Ziergräser treiben Mitte März aus. Jetzt kann man sie auf Stoppelhöhe zurückschneiden. Eine Ausnahme bilden die Spätaustreiber Pampasgras und Lampenputzergras. Auch sonst werden trockene Triebe, die im Herbst stehengeblieben sind, abgeschnitten. Pflanzen, die noch keine grünen Spitzen haben, werden noch im Boden gelassen und beobachtet, ob sie nicht doch wieder austreiben.
Zu umfangreich und zu alt gewordene Stauden oder solche, die in der Mitte kahl geworden sind, werden jetzt herausgenommen, geteilt und wieder eingepflanzt.


Bodenbearbeitung und -pflege
Wie eingangs schon erwähnt, darf mit der Bodenlockerung nicht zu früh begonnen werden. Die Gefahr, daß Stauden oder Blumenzwiebeln, die noch nicht ausgetrieben haben, mit der Hacke verletzt werden, ist groß. Man wartet damit am besten noch bis Anfang April.
Ist die Lockerung mittels Karst oder Hacke dann erledigt, wird eine Schicht aus Rindenmulch aufgebracht, um die Samenunkräuter niederzuhalten und den Boden zu schonen.

Pflanzen brauchen Futter
Stauden, die schon mehrere Jahre auf einer Stelle stehen, müssen zumindest zum Austrieb mit Nährstoffen versorgt werden. Sie werden sich dadurch auch weiterhin gut entwickeln und schön blühen.
Steht Kompost zur Verfügung, so wird davon eine Schicht auf das Beet aufgebracht, bevor es durchgehackt wird. Eine Handvoll Kalk pro Quadratmeter erhöht den Effekt.
Wer keinen Kompost hat, der muß mit handelsüblichen Düngemitteln vorlieb nehmen. Organisch-mineralische Dünger, also Hornmehl & Co. werden ebenfalls vor der Bodenlockerung aufgebracht und mit eingearbeitet. Mineralische Dünger, wie beispielsweise Blaukorn, können auch eingearbeitet werden, es genügt aber, sie auf das Beet aufzustreuen, da sie sich mit dem nächsten Regen auflösen.
Frischer Stalldung ist zur Düngung von Stauden nicht geeignet.

Rasenpflege 2

Schöner, sattgrüner Rasen wächst nicht von alleine - er benötigt Ihre Unterstützung! Hier finden Sie eine kurze Anleitung zur Pflege von Rasenflächen:

1. Entwicklungspflege von neu eingesäten Rasenflächen

Direkt nach der Aussaat bzw. währenddessen ist auf der zukünftigen Rasenfläche unbedingt ein Starterdünger auszubringen. Hierzu sollten Sie unbedingt einen Rasenlangzeitdünger verwenden. In den ersten 6-8 Wochen nach der Aussaat müssen die oberen 3-5 cm der Ansaatfläche immer feucht gehalten werden, um dem Rasensamen optimale Keimungsbedingungen zu bieten. Der erste Rasenschnitt erfolgt bei einer Aufwuchshöhe von ca. 8 bis 10 cm. Wir empfehlen einen Rückschnitt auf 6 cm. In der Folgezeit wird der Rasen nach Bedarf und Nutzungsanforderung gemäht. Ein regelmässiger Rückschnitt ist ein wichtiger Bestandteil der Rasenpflege.

2. Regeln für einen optimalen Rasenschnitt

- Die für den Rasen besten Rasenmäher sind Spindelmäher. Sollte ein Sichelmäher zur Verwendung kommen sind unbedingt die Messer stets scharf zu halten
- Nicht mehr als 35-50% der Wuchshöhe abmähen.
- Das Schnittgut sollte bestenfalls aufgenommen werden. Rasenschnittgut darf nur in sehr geringer Menge und gut verteilt auf der Fläche verbleiben.

3. Wasserversorgung - Rasenbewässerung

- Die Neuansaat darf niemals austrocknen
- Nachdem der Rasen aufgelaufen ist, sollten bei jedem Beregnungsgang mindestens die oberen 12 cm durchfeuchtet werden. (Für die Bewässerung von   Rasenflächen gilt die Faustregel: Besser selten viel, als oft wenig!) 
- Beregnen sollte man erst bei Anzeichen von Rasenwelke (dunklere Flecken auf dem Rasen).
- Bergnungszeitpunkt (wann sollte der Rasen gewässert werden): der optimale Zeitpunkt zum bewässern einer etablierten Rasenfläche ist Nachts oder in den frühen Morgenstunden.

4. Düngung - Rasen richtig düngen

Wer einen dauerhaft schönen Rasen haben möchte, kommt ohne eine fachgerechte Düngung nicht aus. Für Ihr Wachstum benötigen Rasenpflanzen ausreichend Nährstoffe. Außerdem ist der Entzug von Nährstoffen durch Mähen durch Düngergaben auszugleichen. Ein perfekter Rasen wird mindestens ca. 3-5 mal pro Jahr gedüngt. Hierbei sollte unbedingt eine Rasenlangzeitdünger zur Verwendung kommen. Anzuraten ist eine Bodenanalyse, um den Nährstoffbedarf einer Rasenfläche zu ermitteln. Nach diesen Ergebnissen kann ein Düngeplan für ein Jahr erstellt werden. Der Bedarf des Rasens an Nährstoffen richtet sich primär nach dem Standort und der Nutzung der Rasenfläche. So benötigen Sportrasenflächen ca. 20-35 g Reinstickstoff pro Jahr und Quadratmeter; 10-15 g Phosphat; 20-25 g Kalium und 3-5 g Magnesium. Zierrasen hingegen ca. 10-25 g Reinstickstoff pro Jahr und Quadratmeter; 3-5 g Phosphat; 10-15 g Kalium und 1-2 g Magnesium. Gebrauchsrasen ca. 8-15 g Reinstickstoff pro Jahr und Quadratmeter; 2-5 g Phosphat; 10-15 g Kalium und 3 g Magnesium. Dies sind grobe Anhaltspunkte. Es sollte zur Sicherheit eine Nährstoffanalyse des Bodens durchgeführt werden.

5. Weitere Maßnahmen zur Rasenpflege

- Vertikutieren: je nach Bedarf ca. 1-2 mal pro Jahr
- Besanden: je nach Bedarf und Bodenart ca. 0-2 mal pro Jahr
- Nachsaat: sobald Kahlstellen auftreten, welche sich nicht wieder (schnell genug) regenerativ schliessen.
- Aerifizieren: je nach Bedarf ca. 1-3 mal pro Jahr (nur Hohlspoons verwenden)
- Tiefenlockern: je nach Verdichtung des Bodens ca. alle 2-3 Jahre

Kaiserkrone: Fritillaria imperialis



Die Kaiserkrone gilt als Prachtstück einer Gattung von etwa 85 Spezies. Sie entfaltet sich aus etwa faustgroßen, festen, gelblichen Zwiebeln. Diese treiben zunächst einen Schopf Blätter, aus dem bald ein Schaft herauswächst, der in seinem unteren Teil ebenfalls Blätter trägt. Am oberen Ende sitzt ein Kranz großer Blüten, darüber ein Büschel schmaler Blätter. Die Blütezeit ist April bis Mai. Die Kaiserkrone wanderte im 16. Jahrhundert von Konstantinopel nach Österreich. Erstmals erregte die "Corona imperialis" großes Aufsehen in dem Kaiserlichen Gärten Wiens, wohin sie Clusius, der Leibarzt Kaiser Maximilians, 1576 gebracht hatte. Ihre eigentliche Heimat ist das südwestliche Asien.

Die bei uns im Handel befindlichen Sorten verlangen einen tiefgründigen, nahrhaften, etwas frischen und kühlen Boden an einen sonnigen Standort. Die Kaiserkrone verträgt auch leichte Beschattung, wenn hin und wieder genügend Sonne durchkommt. Die Zwiebeln sollte man so früh wie möglich legen, am besten im August, da sie in diesem Monat noch Ruhezeit haben. Kommen sie zu spät aus dem Boden, bilden sie nicht genug Wurzeln, und es kann  passieren, dass sie im Frühjahr nicht austreiben. Je nach Größe sollte man die Zwiebeln 20 bis 30cm tief in den Boden legen.

Nach der Welke ist der Reifungs- und Erholungsprozess abgeschlossen. Da soll man die Zwiebeln rausholen, damit sie ungestört schlafen können. Sie machen da eine Trockenperiode durch, die sie in der Erde nicht haben. Sicher, man kann sie drin lassen, aber dann verwildern sie mit den Jahren und bekommen dann kleinere und hunrige Triebe, bis sie eines Tages gar nicht mehr da sind.

Es hat sich bewährt, die Zwiebeln alle 4-5 Jahre an einen neuen Platz zu setzen. In Bauerngärten findet man allerdings hin und wieder Kaiserkronen, die schon ein Jahrzehnt und länger am gleichen Standort wachsen und dennoch regelmäßig blühen. Der Grund dafür dürfte eine regelmäßige Düngung mit verrottetem Mist sein.

 Flieder schneiden

Es gibt nur 3 Gründe um einen Flieder zu schneiden, erstens um die Blüte zu fördern, zweitens einen dichten buschigen Wuchs zu erzielen und drittens um Wuchshöhe und -Breite zu regulieren. Der Flieder ist eigentlich recht einfach zu schneiden, da er sehr schnittverträglich ist. Wichtig ist der richtige Zeitpunkt, gleich nach der Blüte ist der optimale Termin, da der Flieder zu den Frühjahrsblühern gehört und am zweijährigen Holz blüht. Beim Schnitt werden zuerst überalterte und abgestorbene Triebe entfern. Dann entfernt man Triebe die ins innere der Pflanze wachsen oder sich überkreuzen. Jetzt werden die Blütentriebe auf ca. 3 Augen zurückgeschnitten.

Man muss es nicht unbedingt so genau machen, sollte aber nicht zu stark zurückscheiden sonst fällt die Blüte im nächsten Jahr mager oder ganz aus. Insgesamt sollte so geschnitten werden das ein gleichmäßiges Wuchsbild entsteht. Diese Art des Schnittes (ist für Fliedersträucher genauso zu empfehlen wie für Fliederbäume /-Stämmchen) fördert einen buschigen Wuchs und die Blütenbildung, im darauf folgenden Jahr sollte sich wieder eine reiche Blüte einstellen.  Bei veredelten Fliedern (werden heutzutage eher selten angeboten) und Fliederstämmchen (hier alle Triebe unterhalb der Krone) kommt es gelegentlich vor das die Unterlage von unten so genannte Wildtriebe bildet, diese müssen entfernt werden. Man kann den Flieder noch radikaler zurückschneiden, was sinnvoll sein kann wen der Strauch überaltert ist und einen sparrigen, vergreisten Wuchs hat. Dazu den Strauch auf ca. 1 Meter zurückschneiden bzw. sägen und gutes scharfes Werkzeug verwenden (Fliederholz ist hart). Nach 2 bis 3 Jahren sollte sich wieder ein schöner dichter Busch gebildet haben. Leider muss man in dieser Zeit auf üppige Blütenpracht verzichten (besonders im 1 Jahr). Solche Maßnahmen sollten nur sehr selten erfolgen und nötig sein. Häufig sieht man aber jährlich radikal zurück geschnittene Exemplare (meist bei Heckenpflanzungen) weil einfach der Platz nicht ausreicht.

Die Folge ist eine magere oder ganz ausbleibende Blüte. Hier sollte man überlegen sich nicht doch von dem Strauch zu trennen und eine neue kleinere Fliederart/-Sorte zu pflanzen. Wer einen zum vorhandenen Platz passenden Flieder pflanzt kann sich beim Schnitt auch auf das entfernen von abgestorbenen Holz, optisch unschöne Triebe und der verwelkten Blütenstände beschränken. Die Blütenstände sollten deshalb entfernt werden um die Samenbildung zu verhindern, was wiederum einer besseren Blüte im darauf folgenden Jahr zugute kommt.

 

Sommerflieder schneiden

Wie Schneidet man Sommerflieder, ist eine häufig gestellte Frage zu diesem ansonsten pflegeleichten Zierstrauch. Zunächst Sommerflieder Pflegeeinmal sind alle Sommerflieder sehr gut Schnittverträglich und der beste Zeitpunkt für einen Schnitt ist das Frühjahr (wie bei allen sommer- und herbstblühenden Sträuchern). Der Monat April ist ein günstiger Zeitpunkt, der Winter ist vorbei und der Strauch hat genug Zeit bis zum Sommer neue Triebe zu bilden, die bis zum Winter genügend verholzen können (wegen Frost). Es gibt aber auch Sommerfliederarten wie den Wechselblättrigen Sommerflieder (Buddleja alternifolia), die gar nicht geschnitten werden.

Dieser Strauch blüht am zweijährigen Holz und ein starker Rückschnitt im Frühjahr würde die Blütenpracht ruinieren, außerdem ginge dann seine natürliche, malerisch überhängende Wuchsform verloren. Muss er dennoch einmal geschnitten werden, sollte man das nach der Blüte tun (die dann neu gebildeten Triebe sind dann aber im darauf folgenden Winter stark Frostgefährdet). Muss aus Platzgründen geschnitten werden, sollte man ihn dann besser gleich an einen neuen, sonnigen Standort mit mehr Platz umpflanzen. In den meisten deutschen Gärten wird man aber den Schmetterlingsflieder "Buddleia davidii" mit seinen vielen Sorten antreffen. Man kann ihn eigentlich ganz leicht von den anderen Sommerfliederarten unterscheiden. Durch seine typischen kerzenförmigen Blütenständen und seinen lockeren, häufig auch sehr sparrigen Wuchs ist er leicht zu erkennen.

Die anderen Sommerfliederarten sehen ganz anders aus und werden ohnehin nur sehr selten angepflanzt. Beim Schmetterlingsflieder wird oft ein starker Rückschnitt im Frühjahr, bis teilweise 30 cm bis 50 cm über dem Boden empfohlen. Überalterte, kranke und erfrorene Triebe werden dabei komplett herausgeschnitten, diese dazu sauber an der Triebbasis abschneiden (dieser "Gesundheitsschnitt" gilt auch für Sommerflieder die ansonsten nicht geschnitten werden). Triebe die über Kreuz oder nach innen wachsen werden ebenfalls komplett entfernt. Nach diesem Radikalschnitt sollte man dem Strauch stickstoffbetont düngen, damit er rasch neue Triebe bildet, woran dann wiederum im Sommer viele neue Blüten gebildet werden. Bei dieser Art des Schnittes wird man immer einen reich blühenden Strauch haben, der trotz seines starken jährlichen Triebzuwachses, nie zu groß wird. Man kann den Strauch auch weniger stark zurückschneiden, wen er zum Beispiel ganzjährig als hoher Strauch benötigt wird. Dazu lässt man ein paar Augen mehr oberhalb des letztjährigen Schnittes stehen. Wie viel Augen man stehen lässt hängt von der gewünschten Verzweigung ab. Je weniger Augen, desto dichter wird der Strauch.

So "zieht" man den Strauch langsam mit den Jahren nach oben und hat dennoch jedes Jahr eine reiche Blütenpracht. Ein so gezogener Schmetterlingsflieder wird außerdem einen buschigeren, gut verzweigten Wuchs haben und ganzjährig gut aussehen. Häufig wird der Schmetterlingsflieder "Buddleia davidii" auch als Stämmchen angeboten. Hier sollte man nicht zu zaghaft sein und auf jeden Fall im Frühjahr kräftig zurückschneiden. Sonst gerät die Stämmchenkrone schnell außer Form und im Winter droht Schaden durch Schneebruch.

Schmetterlinge

Schmetterlinge, die meisten Menschen lieben sie und einem sommerlicher Garten ohne diese bunten Falter fehlt etwas. Leider tauchen diese schönen Insekten immer weniger in den Gärten auf. Der Grund ist das auch in den Gärten der Lebensraum und das Heimische Schmetterlinge im Garten FördernNahrungsangebot immer kleiner wird. Sehr große Zierrasenflächen und exotische oder hochgezüchtete Pflanzen ohne für heimische Schmetterlinge verwertbaren Nektar machen es Schmetterling im Gartenden Faltern nicht leicht. Mit ein paar kleinen Dingen kann man dem Abhilfe schaffen ohne gleich den schön angelegten Ziergarten komplett umzugestalten. Das wichtigste ist natürlich ein großes Nahrungsangebot für die Schmetterlinge.

Ein Kräuterbeet, eine paar Wildsträucher und ein paar Wildblumen im Staudenbeet können hier schon viel bewirken. Übrigens können auch exotische Pflanzen durchaus auch als Nahrungsquelle für Schmetterlinge dienen, entscheidend ist das ihre Blüten gut zugänglichen Nektar bilden. Der Schmetterlingsflieder gehört zu diesen exotischen Pflanzen, er ist ein wahrer Magnet für die Falter und sieht dabei auch noch recht gut aus. Prinzipiell sollte man die Pflanzen so aussuchen das immer etwas blüht und die Schmetterlinge von Frühjahr bis Herbst Nahrung finden. Man kann auch ein kleines Stück des Gartens in eine Wildblumenwiese umgestalten, entsprechende Mischungen sind im Fachhandel erhältlich. Wichtig ist das der Nährstoffgehalt des Bodens nicht zu hoch ist, da die meisten Wildblumen mageren Boden bevorzugen. Das erreicht man durch umgraben und der Zugabe von Sand. Im Herbst etwas Fallobst liegen lassen, viele Falter mögen diese gärenden Früchte.

Heimische SchmetterlingeAber nicht nur Schmetterlinge sondern auch deren Raupen brauchen Lebensraum, dazu einfach ein ganz kleines Stück Garten verwildern lassen, es muss ja nicht gleich neben der Terrasse sein. Wilde Gräser, Brennnesseln, Disteln usw. sind eine vorzügliche Nahrungsquelle für Schmetterlingsraupen. Auch heimische Bäume und Sträucher sind für viele Raupen eine gute Nahrungsquelle. Man sollte auch an den Winter denken und deshalb Reisig- und Laubhaufen als Überwinterungsquartiere bereithalten. Einige Falter ziehen sich auch in Schuppen oder Dachböden zurück, in diesem Fall im Frühjahr dafür sorgen das die Tiere wieder entweichen können.

Hier ein paar Pflanzen die für Schmetterlinge von Bedeutung sind:

Blaukissen, Kapuzinerkresse, Ehrenpreis, Phlox, Zinnie, Blaustern, Kartäusernelke, Schlüsselblume, Margerite, Fetthenne, Aster, Nachtkerze, Nachtlichtnelke, Leimkraut, Eisenkraut, Kaukasus-Flockenblume, viele Sedum Arten, Geißblatt, Apfel-, Birnen-, Pflaumenbäume, Schmetterlingsflieder, Johanniskraut, Sal-Weide, Schlehe, Seidelbast, Faulbaum, Weißdorn, Lavendel, Kugeldistel, Zierlauch, Steinquendel, Gemswurz, Alant, Geißblatt (Lonicera), Scheineller, Katzenminze, Skabiose, Goldrute, Kräuter wie Günsel, Thymian, Origanum, Minze, Majoran,Ysop, usw.


Blumen und ihre Bedeutung

Bedeutung von Blumen VerschenkenSprache der Blumen Symbolik Liebe Vielen Blumen wird häufig eine bestimmte Bedeutung zugesprochen. Diese kann natürlich in unterschiedlichen Regionen und Kulturkreisen stark von einander abweichen. Auch die Blütenfarbe kann von Bedeutung sein. Rot steht für die Liebe usw.. Man sollte das Ganze aber auf keinen Fall zu ernst nehmen da die meisten Menschen nicht über diese nachgesagten symbolischen Bedeutungen Bescheid wissen und meist auch etwas anderes Ausdrücken wollen.

 
Hier ein einige Beispiele:

Akelei - steht für Schwäche


Aster - von deiner Treue bin ich nicht überzeugt

Blaustern - verzeihe mir bitte

Chrysantheme - mein Herz ist frei, vorsichtige Anfrage ob man an dem Blumenverschenker interessiert ist

Dahlie - ich bin schon vergeben oder ich bitte um Geduld

Edelweiß oder Enzian - deine Schönheit ist überwältigend

Fingerhut - Ich habe schon schlechte Erfahrungen gemacht und bin vorsichtig

Flieder - kannst du treu sein?

Goldlack - steht für Sehnsucht

Kornblume - Ich hartnäckig und gebe die Hoffnung nicht auf

Löwenmaul -Verlangen, du bringst meine guten Vorsätze ins Wanken

Maiglöckchen - steht für Unschuld und zärtliche Liebe

Mimosen - sei nicht so empfindlich

Myrte - wir werden bald heiraten

Krokusse - ich brauche noch Zeit um mich zu entscheiden

Narzissen - Du bist sehr eitel oder dein Verehrer macht sich keine Hoffnung mehr

Orchidee - Du bist mir zu verspielt, aber auch wunderschön

Primeln - Zufriedenheit und viel Glück

Rote Rosen oder Nelken - ich Liebe dich über alles, diese Bedeutung ist den meisten ja geläufig

Schwertlilie - ich werde um dich kämpfen

Sonnenblume - du bist sehr stolz, fast schon arogant

Veilchen - steht für Bescheidenheit, du bist bescheiden oder jemand ist heimlich verliebt

Vergissmeinnicht - der Name sagt alles, Vergiss mich nicht, bzw. ewige Liebe

Weiße Nelken - ich bin noch zu haben

Tip`s für Fuchsien

Fuchsien in Gefäße pflanzen

Junge Fuchsien werden beim Umpflanzen leicht beschädigt. Um das zu verhindern, nehmen Sie die Pflanze vorsichtig aus dem Topf und verwenden diesen, um die Größe des Pflanzlochs zu bestimmen, bevor Sie die Pflanze selbst in das neue Gefäß setzen                                                                   

Gießen Sie die Fuchsien in ihren Töpfen vor der Pflanzung gründlich. Legen Sie Scherben unten in das Gefäß und füllen Sie es mit hochwertigem Allzwecksubstrat auf, das Sie zur Verbesserung der Dränage mit Splitt gemischt haben. Diese Mischung fördert eine üppige Blütenbildung. Wenn der Behälter in der vollen Sonne stehen soll, können Sie auch etwas wasserhaltiges Gel zugeben. Die Töpfe der kleineren Fuchsien einsetzen, mit ausreichend Erde umgeben. Die Töpfe herausnehmen und die Pflanzen einsetzen, andrücken, gießen.

 

Fuchsien pflegen

Viele Fuchsien sind Pflegeleicht, aber alle blühen mit etwas Unterstützung besser. Gießen Sie bei Trockenheit und verlängern Sie die Blühperiode durch regelmäßiges Ausputzen. Regelmäßiges Düngen mit einem ausgewogenen Dünger sorgt dafür, dass Ihre Fuchsien kräftig wachsen und reichlich blühen. Düngen Sie wöchentlich oder jedes Mal beim Gießen. Verdünnen Sie dazu den Dünger auf ein Viertel und spülen Sie einmal pro Woche mit klaren Wasser den Boden. Gießen Sie Fuchsien im Kübel, wenn die Oberfläche des Substrats sich trocken anfühlt. Das Wasser soll gut abfließen, Fuchsien haben nicht gern nasse Füße.

 

Ausputzen

Wenn Sie verwelkte Blüten regelmäßig entfernen, sehen Ihre Fuchsien besser aus und konzentrieren ihre Energie auf weitere Blüten statt auf die Samenbildung. Wenn Sie nicht ausputzen, stellt die Pflanze das Blühen vielleicht ganz ein. Entfernen Sie auch alle kranken Blätter. Reißen Sie die Blüten nicht ab, sondern kneifen Sie sie am Ansatz des Blütenstiels ab.

 

Blattachselpaar

Das ist die Stelle, an der die Blätter am Spross ansetzen.

 

Neuaustrieb fördern

Winterharte und halb winterharte Fuchsien blühen an diesjährigen Trieben. Wenn Sie die Pflanzen im Frühjahr kräftig zurückschneiden, bilden sich wüchsige neue Blütentriebe. Auch wenn am letztjährigen Holz Knospen erscheinen, sollten Sie das Holz zum größten Teil entfernen. Düngen Sie nach dem Schnitt. Schneiden Sie im Frühjahr die alten Triebe ab, damit sich gesunde neue Triebe bilden können.

 

Entspitzen

Fuchsien lassen sich leicht zu Buschformen oder elegante Hochstämmen für dekorative Terrassenkübel erziehen. Sie brauchen dazu kein besonderes Werkzeug, denn in der Regel genügt es, die jungen Triebe mit den Fingern zu Entspitzen.

1. Kneifen Sie den Haupttrieb der jungen Pflanze aus, damit sich mehr Seitentriebe bilden

2. Nach einigen Wochen kneifen Sie die Spitzen der neuen Seitentriebe aus, damit sich noch weitere bilden

3. Wiederholen Sie diesen Vorgang und lassen Sie die Pflanze dann wachsen. Die Blüten erscheinen nach etwa 8-10 Wochen

 

Erziehung als Hochstamm

Fuchsien lassen sich als Hochstamm ziehen. Wählen Sie Jungpflanzen mit kräftigen Haupttrieb. Wenn Sie Fuchsien erziehen, die Sie aus Stecklingen angezogen haben, stellen Sie sie über Winter warm und hell auf, damit sie im Frühjahr zeitig austreiben. Düngen Sie im Frühjahr.

1. Entfernen Sie Seitentriebe, die direkt über den Blattachseln sitzen. Binden Sie den Spross an einen Stab.

2. Entspitzen Sie die Seitentriebe regelmäßig, lassen Sie aber alle Blätter am Spross. Umtopfen.

3. Wenn die Fuchsie etwa drei Blattpaare höher ist als gewünscht, kneifen Sie den Haupttrieb aus.

4. Entspitzen Sie die Seitentriebe im oberen Teil immer wieder und so lange, bis der Kopf dicker wird.

5. Wenn Sie einen buschigen Kopf erzielt haben, entfernen Sie alle Blätter am Stamm. Lassen Sie die Pflanze angebunden und topfen Sie sie bei Bedarf um.

 

Blattläuse

Blattläuse der verschiedenen Arten sind in der Natur allgegenwertig. Die krautigen, saftigen Triebspitzen der Fuchsien werden vorwiegend von der grünen Pfirsichlaus befallen. Es kommen aber auch schwarze und gelbweiße Arten vor. Einen Befall erkennt man an den eingerolten und verkrüppelten Triebspitzen. Bei ihrer Saugtätigkeit scheiden Blattläuse eine glänzende, zuckerhaltige Flüssigkeit, den Honigtau aus. Auf diesem Nährboden siedeln sich schon bald schwarze Rußtaupilze an, das Laub wird unansehnlich, die Poren verkleben, die Blätter können nicht mehr assimilieren. Die Bekämpfung ist mit handelsüblichen Insektiziden einfach.

 

Blattwanzen

In der Natur treten Blattwanzen in einigen hundert Arten auf, zwei davon können den Fuchsien schaden. Sie stechen mit ihrem Saugrüssel feine Löcher in die Triebspitzen und saugen dabei den Zellsaft aus. Es entsteht ein typisches Schadbild von verkrüppelten, perforierten Triebspitzen. Gleichzeitig werden leider auch die bereits angesetzten Blütenknospen zerstört, so das es sechs bis acht Wochen dauert, bis sich neue Blütenknospen gebildet haben. Wenn man den Schaden bemerkt, ist es meistens schon zu spät, etwas zu tun. Wir müssen vor dem Auspflanzen im Mai vorbeugend tätig werden. Als Gegenmittel: Systemische Sprüh- und Gießmittel.

 

Rost

Der Rostpilz kann in Fuchsienkulturen großen Schaden anrichten. Wir sollten ihn sehr ernst nehmen und unverzüglich bekämpfen. Das Schadbild ist unverwechselbar. Zuerst bilden sich an der Blattunterseite Gruppen von gelbbraunen bis rostroten Sporen. Später sind auch auf der Blattoberseite braungelbe Flecken zu erkennen.

Vorbeugende Maßnahmen:

- zu dichten Stand vermeiden

- zu hohe Luftfeuchtigkeit durch sparsames Gießen und häufiges Lüften verringern

- absolute Sauberkeit in den Kulturen, pilzbefallene Blätter vorsichtig abpflücken und sofort verbrennen

- zugekaufte oder geschenkte Pflanzen einige Zeit getrennt vom Bestand auf Rostbefall kontrollieren

Systemisches Pflanzenschutzmittel verwenden, es muss zweimal im Abstand von acht Tagen und anschließend zweimal im Abstand von vierzehn Tagen behandelt werden. Weidenröschen, als Wirtspflanzen der Rostpilze, sollten in der näheren Umgebung von Fuchsien nicht gedultet werden.

 

Wurzelfäule

Wurzelfäule wird durch verschiedene bodenbürtige Pilze in Verbindung mit nachlässiger Pflege verursacht. Die Wurzeln der Pflanzen sterben ab.

Vorbeugende Maßnahmen:

- durch richtige Pflege die Bildung eines kräftigen Wurzelsystems fördern

- stets für guten Wasserabzug sorgen, keine Übertöpfe ohne Wasserabzug benutzen

- nicht routinemäßig gießen, sondern den Wasserbedarf jeder einzelnen Pflanze prüfen

Befallene Pflanzen müssen - wenn wir sie retten wollen - völlig neu bewurzelt werden. Dazu werden sie zurück geschnitten und nach dem Entfernen aller kranken Wurzelteile in den kleinstmöglichen Topf mit frischer Erde gepflanzt. Wir gießen einmal mit einem Antipilzmittel an und halten die Pflanzen weiterhin ziemlich trocken, bis sich neue Wurzeln gebildet haben.

 

Überwinterung im Freien

Für alle die keine Möglichkeit haben Ihre Fuchsien im Haus zu Überwintern, gibt es die Möglichkeit eine Erdgrube im Garten an zu legen.

Die Maße werden von der Größe und Anzahl der vorhandenen Pflanzen bestimmt. Nur trockene Lagen mit niedrigem Grundwasserspiegel sind geeignet. Auf den Grund der Grube kommt zuerst eine dichte Torf- oder Laubschicht. Die gut vorbereiteten, sicher etikettierten und von Laub befreiten Pflanzen werden lagenweise eingeschichtet.

                                                  

Alle Zwischenräume werden mit trockenem Torf aufgefüllt und auch die Abschlußschicht aus Torf sollte reichlich bemessen werden. Dann wird die Grube mit stabilen Brettern abgedeckt, eine große Folie hält Regen und Schnee ab und die zuvor ausgehobene Erde, die wir über alles schaufeln, sorgt für absolut frostfreie Überwinterung.

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